Die Geschichte der Brennerei Andre Christon

 

Laut Eintragung im Grundbuch Mattighofen wurde am 28. Mai 1800 das Weberhäusl in Achtal 2, Gemeinde Munderfing gekauft und die Brennerei Andre Christon gegründet. Die Brennerei ist somit die älteste eingetragene Privatbrennerei Österreichs.

Heidelbeeren aus dem angrenzenden Kobernaußerwald waren das erste Brenngut. Als weitere Rohstoffe dienten die sogenannten „Beutelwurzeln“. Das war feiner Mehlstaub, der sich an den Wänden im Beutelkasten der alten Mühlen anlegte. Der daraus gewonnene Schnaps wurde mit Gewürzen überzogen und hatte den Namen „Ordinari“.

1826 wurde 1 Gulden pro Jahr als Branntweinsteuer eingehoben. Nach der Okkupation von Bosnien durch Österreich-Ungarn wurden Zwetschken zum Hauptrohstoff der Brennerei. Die Branntweinsteuer wurde nach der Leistungs- fähigkeit der Brennvorrichtung pauschaliert.

Der erste Weltkrieg legte den Brennereibetrieb fast still, da Brennapparate aus Kupfer teilweise beschlagnahmt wurden, um Waffen zu erzeugen.

Im Jahr 1937 wurde die erste Vollverschlussbrennerei eingerichtet. Eine Messuhr ermittelt bis heute die zu entrichtende Steuer.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde vorwiegend Weizenschnaps für die amerikanische Besatzungsmacht gebrannt. Das Haus war daher auch als „Alliiertenbrennerei“ bekannt.

Um unsere Obstbrände von steuerlichen Belastungen noch weitgehend verschont, mehrjährig lagern zu können, wurde 1956 das erste Eigenlager gegründet. Hier reifen die Destillate bis zu 20 Jahren in Eichen- und Eschenholzfässern zu ihrer bekannten Güte heran.

Da die Feinheiten der Brennkunst von Generation zu Generation überliefert und weiterentwickelt wurden, können wir heute auf die Erfahrung einer 200jährigen Brenntradition zurückgreifen. Dieses Know-How ermöglicht es uns, Spitzenbrände herzustellen, die selbst den höchsten Ansprüchen gerecht werden.